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Pressespiegel:
Deloitte-Studie - Patienten sollen Kunden werden

Deutsches Ärzteblatt, 2. Juli 2010

Das Gesundheitswesen muss stärker auf Konsumentenbedürfnisse ausgerichtet werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Deloitte-Studie "2010 Global Survey of Health Care Consumers". Deloitte fragte jeweils mindestens 1000 Bürger in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, in Großbritannien, in Kanada und den USA nach ihrer Zufriedenheit mit Ihrem Gesundheitssystem.

Obwohl in Deutschland 61 Prozent zufrieden sind, erwarten sie deutliche Verbesserungen in der Versorgung sowie Kostensenkungen im System. Insbesondere nach der Wirtschaftskrise schätzen deutsche Bürger die staatliche Finanzierung des Gesundheitssystem mittel- bis langfristig als unzureichend ein. Ihre private Ausgaben steigen.

Im internationalen Vergleich belegt Deutschland hintere Ränge, wenn es um persönlichen Gesundheitszustand, Systemzufriedenheit und Offenheit für neue Services geht.

"Das deutsche Gesundheitswesen darf Bürger nicht länger als Patienten sehen, sondern muss sie als Kunden wahrnehmen", folgert Prof. Dr. Peter Borges von Deloitte. Die Bevölkerung erwarte mehr Dienstleistung bei sinkenden Koste. Doch dazu müssen die deutschen mehr auf ihren Lebensstil achten, Behandlungspläne einhalten und aktiver an Prävention sowie Behandlungsvor- und –nachsorge beteiligt werden.

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